Editorial Sustainable Business

Daimler prämiert seine Zulieferer erstmals für Nachhaltigkeit. Im vergangenen Herbst trafen sich erstmals Staats- und Regierungschefs zum ersten Sustainable-Development-Gipfel der Vereinten Nationen in New York. Und die internationale Forschungsgemeinschaft Future Earth, geleitet vom International Science Council, kommt in ihrem Bericht „Digital Disruptions for Sustainability“ (D2S) zu dem Schluss, dass digitale Disruptionen in der gesellschaftlichen Transformation zu mehr Nachhaltigkeit beitragen können.

„Alexa, spiel was Schönes…“

Seit über 20 Jahren befindet sich die globale Musikwirtschaft, ausgelöst durch den digitalen Wandel, in einer stetigen Veränderungsphase. Althergebrachte Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr und neue Player, meist aus der Digitalbranche, bestimmen inzwischen einen vom Umsatz her kleiner gewordenen Markt, in dem sich vor allem die Zugangsmöglichkeiten der Konsumenten zur Musik verändert haben. Zwischen diesen Polen, der Konsumenten auf der einen und der Unternehmen auf der anderen Seite, stehen die Künstlerinnen und Künstler, Urheberinnen und Urheber, die in dieser Welt ihren Platz zum (Über-)Leben finden müssen.

Neustart Corona

In ihrer Neujahrsansprache 2020 fordert die Bundeskanzlerin vehement, dass ein digitaler Ruck durch Deutschland gehen muss. Angela Merkel erklärt die Absicht der Regierung, alle Büroarbeitsplätze in Deutschland flächendeckend zu digitalisieren. Auch alle Hochschulen müssen ihre Bildungsangebote vollständig in digitales Lernen überführen– Präsenzvorlesungen werden bundesweit untersagt.

Digitalisierung in Deutschland

Höchste Zeit für mutige Umsetzungsszenarien!

Innovatives und nachhaltiges Wirtschaften wird von Staat und Gesellschaft angemahnt, nicht zuletzt angesichts der Bedrohungen durch den Klimawandel. Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer ist überzeugt, dass der Einsatz bereits bestehender digitaler Technologien und Offenheit gegenüber sich neu entwickelnder einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können. Dazu gibt er Staat und Wirtschaft gezielte Anregungen.

Wachs statt Plastik

Das Startup BeeFoodWraps produziert gewachste Tücher, eine Alternative zu Frischhaltefolien oder Plastikverpackungen. Damit trifft das Unternehmen den Zeitgeist der Nachhaltigkeit, denn Plastik ist biologisch kaum abbaubar. Eine Geschäftsidee, die ein Selbstläufer ist. Der Vertrieb lässt große Wachstumszahlen erwarten. Doch die Ziele der Gründerin Susanne Golzheim sind weniger Größe und Profitabilität denn mehr Transparenz und Vertrauen.