IM+io Artikel zu den Gefahren einer vermessenen Welt

Die dunkle Seite einer vermessenen Welt

Die positiven Effekte und Anwendungsmöglichkeiten der Selbstvermessung lassen sich nicht von der Hand weisen: Selbsterkenntnis und -optimierung, Motivation und Kontrolle. Doch welche Risiken birgt dieser Trend eigentlich und ab wann können die vielen Zahlen und bunten Diagramme unser Leben sogar verschlechtern? Bei aller Begeisterung und allem Fortschrittsdenken findet ein reflektierter, gesunder und funktionaler Umgang mit der Selbstvermessung irgendwo zwischen Verweigerung und Ersatzreligion statt. Denn die Gefahren der Selbstvermessung gehen mit den positiven Seiten einher.

Abstraktes Bild mit Schriftzug "Quant"

Die Vereinigung von Physik und Information

Quantencomputer eigenen sich zur Lösung von Problemen, die selbst die leistungsfähigsten klassischen Computer wohl auch in Zukunft nicht werden lösen können. Analysten zufolge, wird Quantencomputing bis 2024 einen Markt von fünf Milliarden Dollar erreichen. Eingesetzt werden Quantencomputer in der Elektromobilität für die Entwicklung der nächsten Generation von Lithium-Schwefel-Batterien (Li-S), die leistungsfähiger, langlebiger und billiger als die heute weit verbreiteten Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge sein werden. Die enorme Rechenleistung von Quantencomputern hat auch das Potenzial, exponentielle Fortschritte beim Thema künstliche Intelligenz freizusetzen.

IM+io Artikel zum Thema Selbstvermessung

Formen, was uns formt

Digitale Selbstvermessung wird häufig unter das Label Selbstoptimierung gefasst und in aller Regel als Ausdruck von Selbstzwang oder eines „unternehmerischen Selbst“ kritisiert. Diese Lesart ist nicht falsch, sollte aber ergänzt werden. Sich im Spiegel digitaler Medien zu erkennen und auf dieser Basis an sich zu arbeiten, bietet auch Möglichkeiten der Widerständigkeit gegenüber externen Normen, gegen Vereinnahmung und Instrumentalisierung. Der Schlüssel hierzu liegt unter anderem in digitaler Medienkompetenz, die es ein Stück weit ermöglicht, zu formen, was uns formt.

IM+io Artikel zum Thema digitale Waage

„Ich vermesse mich, also bin ich“

Seit längerem sind smarte und digitale Waagen mit Abstand der Deutschen liebstes Gerät, wenn es um die Selbstvermessung geht [8,9]. So zeigte der Gesundheitsreport 2018, dass die Personenwaage unter den E- Health-Geräten unangefochtener Spitzenreiter ist. Derzeit ist es noch nicht möglich, mit einem anderen Gerät als der Waage das Körpergewicht zu ermitteln, auch wenn Start-ups diese Entwicklung vorantreiben. Im Zuge der Digitalisierung wurde die Erhebung und Verarbeitung von Körperdaten auf ein neues Level gehoben; das Wiegen hat sich indes als elementare Form dieser Quantifizierung etabliert. Es drängen sich daher folgende Fragen auf: Welchen Anteil hat die Erfindung der Personenwaage am aktuellen Trend der Selbstvermessung? Wie hat es das Messinstrument und das Wiegen überhaupt ins Badezimmer und in unsere Köpfe geschafft?

Bild zur Verdeutlichung von digitaler Zusammenarbeit.

Neues Managen durch COVID-19 oder Business as Usual?

Die Digitalisierung erfordert eine Neu-Ordnung von Erfahrungs- und Arbeitswelten. COVID-19 hat Management und Mitarbeitern diesen eigentlich evolutionären Vor-gang handstreichartig aufgezwungen. Was bedeutet es für Mitarbeiter, Manager und IT, unter Kontaktsperre weiterzuarbeiten und weiter leistungsfähig zu sein? Was kann man wir aus der großflächigen Reorganisationsnotwendigkeit unter dem Gebot des Infektionsschutzes für die Digitalisierung lernen? Antworten darauf gibt Jürgen Schäfer als CIO eines großen Konzerns.